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„Geothermale Wärme für die Stadt Trostberg und die Region“. Informationsveranstaltung zum geplanten Geothermie-Heizwerk Trostberg.

20.01.2026 um 15:00 - 20:00
Postsaal – Saal
Erdwärme Alz GmbH

Die Projektgesellschaft des zukünftigen Geothermie-Heizwerks Trostberg,  Erdwärme Alz GmbH, lädt zu einer  Informationsveranstaltung zu dem Projekt „Geothermie Trostberg“ ein.

Von 15 bis 20 Uhr stellen zahlreiche Fachleute das Projekt vor und beantworten die Fragen der Besucherinnen und Besucher.

Eine verlässliche, von fossilen Brennstoffen unabhängige und klimaschonende Wärmeversorgung gewinnt Jahr für Jahr immer größere Bedeutung. Das geplante Geothermie Heizwerk der Erdwärme Alz GmbH ist ein wichtiger Meilenstein für die zukunftsorientierte Sicherung und Weiterentwicklung der Wärmeversorgung in und um Trostberg und weiterer Schritt auf dem Weg zur Wärmewende im Chiemgau.

Tiefengeothermie nutzt die Wärme von Tiefenwässern, die sich in mehreren tausend Metern Tiefe befinden und gilt als Schlüsseltechnologie für eine zukunftsfähige, grundlastfähige und dekarbonisierte Wärmeversorgung. Denn die Erdwärme steht unabhängig von Wetter oder Tages- und Jahreszeit konstant und zuverlässig zur Verfügung. Außerdem ist der Flächenverbrauch und der Eingriff in die Landschaft bei keiner anderen Art der Energieerzeugung im Bereich der Erneuerbaren Energien so gering wie bei der Tiefengeothermie.

Die Geothermie Trostberg will diese Wärme mit insgesamt vier Tiefbohrungen erschließen und als Wärmequelle nutzbar machen. Über Fern- und Nahwärmenetze soll die gewonnen Energie zukünftig zu  Privathaushalten und Unternehmen in der Versorgungsregion transportiert werden.

Dank besonderer geologischer Voraussetzungen ist Bayern bundesweit Vorreiter bei der Nutzung tiefengeothermischer Wärme. Knapp 30 Geothermie Anlagen fördern im Freistaat die Energie aus der Tiefe, und weitere Anlagen sind im Bau oder stehen kurz vor Inbetriebnahme. Mehrere davon befinden sich in der unmittelbaren Umgebung von Trostberg: Bereits seit 2014 ist die Geothermie-Anlage in Traunreut in Betrieb, die zu den bayerischen Leuchtturmprojekten zählt. Ebenfalls erfolgreich entwickelt wurden in den Nachbarlandkreisen Altötting und Mühldorf die Anlagen in Kirchweidach, Waldweihnacht, Polling und Garching an der Alz.

Der Standort für das geplante geothermale Heizwerk befindet sich in Fernhub, etwa vier Kilometer südlich der Stadt Trostberg. Mit einer erwarteten Kapazität von über 50 Megawatt soll die Geothermie Trostberg eines der leistungsstärksten Geothermie-Heizwerke in Bayern werden.

Die erwartete Kapazität des Heizwerks reicht aus, um den Wärmebedarf der Stadt Trostberg sowie weiterer Städte und Gemeinden der Region um Trostberg zu decken. Trostberg gehört außerdem dem Wärmeverbund Regionalwerk Chiemgau Rupertiwinkel an, der für die Planung der Fernwärmenetze im Chiemgau und Rupertiwinkel zuständig ist. Dieser Wärmeverbund umfasst aktuell 31 Städte und Gemeinden aus den Landkreisen Berchtesgadener Land, Traunstein, Altötting und Rosenheim. Diese haben sich mit dem Ziel zusammengeschlossen, ein überregionales Wärmenetz zu realisieren und dieses vor allem mit Wärme aus Tiefengeothermie zu betreiben.

Die Erdwärme Alz GmbH rechnet mit der Erteilung aller erforderlichen Genehmigungen im Lauf des Jahres 2026 und plant den Beginn der Bohrarbeiten Mitte 2027. Die Inbetriebnahme der Anlage ist zur Heizperiode 2029/30 geplant. Mehr als 40.000 Tonnen an klimaschädlichem Kohlendioxid können dann pro Jahr eingespart werden.

Vertreten bei der Informationsveranstaltung am kommenden Dienstag sind neben den Mitarbeitern der Erdwärme Alz GmbH, zahlreiche Expertinnen und Experten, die an der Planung und Entwicklung der Geothermie Trostberg beteiligt sind und jahrzehntelange Erfahrung bei der erfolgreichen Umsetzung von Tiefengeothermie-Projekten mitbringen.