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Berichte

KiTa-Leitung Christine Eckert-Fix; Erzieherin Angelika Buschmann, Bürgermeister Schleid und Kinderpflegerin Sabine Lex sowie die Kinder der KiTa Regenbogen freuten sich über die Auszeichnung als „Eine Welt-Kita“.

Kindertagesstätte Regenbogen wird zur „Eine Welt – Kita“

Die städtische Kindertagesstätte Regenbogen darf ab Januar 2022 den Titel „Eine Welt-KiTa: fair und global“ führen, der von der „Eine Weltnetzwerk Bayern e.V.“ immer für zwei Jahre vergeben wird. Das Thema ist schon lange im Kita-Alltag präsent und wurde im Herbst 2021 als fester Bestandteil in die Zielsetzung der Einrichtungskonzeption aufgenommen. Nachdem sowohl das Team wie auch viele Kinder und deren Familien international und multikulturell verwurzelt sind, ist das Thema auf ganz natürliche Weise im Alltag präsent. Die KiTa ist bunt, ebenso wie ihr Symbol und Namensgeber der Regenbogen. Eine solidarische Haltung, inklusives Denken und Handeln sowie eine aktive Umsetzung von nachhaltigem Umgang mit Ressourcen und Natur gehören selbstverständlich dazu. Zusammengenommen passt alles zum Leitbild „Miteinander leben, voneinander lernen“, das seit Eröffnung des Hauses für die dort praktizierte Pädagogik steht. Die Stadt Trostberg als „Fair Trade-Stadt“ hat einen großen Anteil an der Zertifizierung. Da die KiTa eine städtische Einrichtung ist, lag es sehr nahe, den Fair Trade-Gedanken auch durch das Konzept deutlich zu machen. Die aktuelle Konzeption der KiTa kann auf der Homepage der Stadt Trostberg eingesehen werden. Im Tagesablauf wird grundsätzlich darauf geachtet, dass Ressourcen, wie z.B. Papier, gespart werden. Beispielsweise wird durch Nutzung der KiTa-App das regelmäßige Ausdrucken von 87 Elternbriefen vermieden. Papierspenden ortsansässiger Firmen werden als Malmaterial verwendet. Es geht darum, bewusst Alternativen zu finden, um Ressourcen zu schonen und Müll einzusparen. Eine gesunde Ernährung und das Wissen darüber sind ein weiteres Dauerthema in der KiTa. Die wöchentliche gesunde Brotzeit ist fest etabliert. Diese wird regional bezogen und bietet abwechslungsreiche Alternativen zum Kauf von Fertigprodukten. Die Kinder bereiten sie gemeinsam zu und erfahren nicht nur viel über die Lebensmittel, sondern lernen ganz nebenbei wie die Verarbeitung funktioniert und das Selbstgemachtes besser schmeckt. Bei den Festen und Veranstaltungen im Haus kommt nur regionales, fair gehandeltes oder biologisches auf den Tisch. Diese inhaltliche Ausrichtung der KiTa wird auch von den Eltern unterstützt. Die ersten Schritte auf dem Weg zur „Eine Welt-KiTa: fair und global“ wurden mit der Trägerin (Stadt Trostberg) und dem Elternbeirat gemeinsam gemacht, indem im Gespräch eine konkrete Umsetzung geplant wurde. Ganz den Schwerpunkten entsprechend, ist eine faire Zukunft für alle, kein einsamer Weg, sondern stets ein gemeinsamer. Sowohl die MitarbeiterInnen, als auch die Familien im Haus und die Trägerin sind Partner dabei und sicher, dass wir Kinder darauf vorbereiten müssen, sich eigene Gedanken zu machen, aktiv dabei zu sein und bewusst zu leben, um einen Beitrag für alle zu leisten.

Wollen Spuren hinterlassen: Um Kindern und Jugendlichen die Themen fairer Handel und ökologischer Fußabdruck nahezubringen, hat die Stadt als Dauerprojekt umfangreiches Bildungsmaterial beschafft. Zweite Bürgermeisterin Marianne Penn und Bürgermeister Karl Schleid präsentierten es nun im Rathaus.

Bildungskampagne zum Thema Fairtrade

Stadt bietet als Dauerprojekt umfangreiches Ausleihmaterial an – „So reicht eine Erde für uns alle!“

Wer Themen plastisch darstellt und einer Zielgruppe damit „greifbar“ macht, vermehrt seine Chancen, gehört zu werden. Das Abstrakte wird konkret. Natürlich hat sicher schon jeder die Schlagwörter „Fairer Handel“, „Fairtrade“ oder „Fairtrade-Stadt“ gehört, und gewiss wissen die meisten, was ungefähr dahintersteckt. Aber ein genauerer Blick hinter die Kulissen bleibt dann oftmals aus.
Dem will die Stadt Trostberg nun entgegentreten: Seit 2019 ist die Kommune Fairtrade-Stadt. Damit hat sich Trostberg auf die Fahnen geschrieben, den fairen Handel auf kommunaler Ebene und die Vernetzung von Personen aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft, die sich für den fairen Handel in ihrer Heimat einsetzen, zu fördern. Ziel ist es, auf diese Weise besonders in Entwicklungsländern nachhaltige Produktions- und Vertriebsstrukturen zu stärken und dadurch soziale, ökonomische und ökologische Standards zu wahren.
Um das Thema Fairtrade bereits den Jüngsten nahezubringen, hat das Rathaus nun umfangreiches und hochwertiges Bildungsmaterial zu den Themen fairer Handel und ökologischer Fußabdruck beschafft. Die Stadt stellt es als Dauerprojekt allen interessierten Organisationen wie Kindergärten, Schulen, Vereinen und Kirchen kostenlos zur Verfügung. Im Rathaus stellten Bürgermeister Karl Schleid und Zweite Bürgermeisterin Marianne Penn das Bildungsmaterial nun Vertretern dieser Organisationen vor.
Dabei betonte Schleid, dass das Rathaus stolz auf die erneute Zertifizierung der Stadt sei, die im Frühjahr erfolgt ist. Er hob Penns Engagement hervor: Sie ist die Sprecherin der Steuerungsgruppe, die sich 2017 gegründet hatte, um den Weg zur Fairtrade-Stadt zu beschreiten. Penn wiederum zeigte sich stolz, dass die Stadt Trostberg nun über ein solches Bildungsmaterial zum Ausleihen verfügt, und bedankte sich bei Katharina Ried und Anja Wibmer von der Stadtverwaltung, die sich sehr in das Thema „hineingekniet“ hätten. Es sei gut, solche Fachfrauen im Rathaus zu haben, betonte Penn.
Interessierte Organisationen können sich das Material im Rathaus ausleihen und Kindern und Jugendlichen in Form von verschiedenen Bildungsmodulen („Kakao und Schokolade“, „Textilien und Baumwolle“, „Fairer Handel, kritischer Konsum und Globalisierung“) die Hintergründe des fairen Handels und alles rund um das Thema Nachhaltigkeit näherbringen.
Dabei können die Nutzer auf spielerische Weise hinter die Kulissen der Gewinnung von Rohstoffen und der Herstellung der Produkte schauen. Denn: „Wer von den Kindern weiß, wo der Kakao herkommt?“, fragte Penn bei der Präsentation im Rathaus. Zudem beleuchten die Module die kulturellen und persönlichen Verhältnisse der Menschen, ohne die der wohlhabendere Teil des Globus wohl nicht in den Genuss von Schokolade oder hochwertiger Kleidung kommen würde.
Die Bausteine bieten den Kindern und Jugendlichen Spiele, Übungen und viele interessante Informationen – mit dem Ziel, ein Bewusstsein und ein Gefühl für fairen Handel, Globalisierung und Nachhaltigkeit zu entwickeln.
Eine faire Bezahlung biete auch eine Perspektive für die Zukunft, betonte Penn. Wenn die Eltern anständig verdienen, hätten ihre Kinder mehr Chancen auf Bildung, weil sie ihre Eltern bei der Arbeit nicht mehr unterstützen und so nicht mehr auf Unterricht verzichten müssten. So beanspruche etwa alles rund um die Kakao-Ernte den größten Anteil an Kinderarbeit. Penn: „Aber auch in den Entwicklungsländern und Schwellenländern sollen die Kinder in die Schule gehen.“
Die drei Module des Bildungsprojekts enthalten je ein Methodenhandbuch mit Spielanleitungen, Informationsmaterial, Rohstoffen wie echte Baumwolldolden, eine echte Kakaobohne und Kakaobutter, eine Bildersammlung sowie eine DVD mit hilfreichen Kurzfilmen und Info-Flyern. Interessierte können sich zu den Modulen eine drei auf eineinhalb Meter große Weltkarte aus stabiler Lastwagenplane ausleihen, die Herkunftsländer und globale Warenströme veranschaulicht.
Dazu kommt Bildungsmaterial zum Thema ökologischer Fußabdruck. Es besteht aus 38 „Fußspuren“, die die Nutzer auf den Boden legen und so einen Parcours bilden können. Die „Fußspuren“ sind mit Fragen bedruckt, in denen es um Konsum, Energie, Mobilität und Ernährung geht. Je nach Beantwortung der Fragen werden Punkte verteilt. So hat nach dem Parcours jeder Teilnehmer eine Einschätzung des persönlichen ökologischen Fußabdrucks – von „Prima, so reicht eine Erde für uns alle!“ bis hin zu „Wenn alle Menschen so leben würden, bräuchten wir 4 Erden!“.
Dass Nachfrage besteht, zeigt die Tatsache, dass das Pfarramt der evangelischen Christusgemeinde das Bildungsmaterial bereits ausgeliehen hatte, bevor es Schleid und Penn offiziell vorstellten.
So geht die Ausleihe: Interessenten, die sich das Bildungsmaterial zu den Themen fairer Handel und ökologischer Fußabdruck ausleihen wollen, sollen sich im Vorzimmer von Bürgermeister Karl Schleid im Rathaus, Tel. 08621/801-113 oder -116, melden oder per E-Mail an info@trostberg.de wenden. Die maximale Ausleihzeit beträgt drei Wochen. Eine Verlängerung um weitere drei Wochen ist möglich, falls keine anderen Anfragen vorliegen. „Bitte klären Sie bei Interesse die Möglichkeit der Verlängerung am Tag vor der vereinbarten Rückgabe telefonisch mit uns ab“, bitten die Ansprechpartner im Rathaus. Sie appellieren zudem an die Nutzer, die Bildungsmodule sorgsam zu behandeln und vollständig im Rathaus, Zimmer 12 im ersten Obergeschoß, zurückzugeben. „Bei Rückgabe wird der Inhalt der Box auf Vollständigkeit geprüft.“
Text und Foto: Michael Falkinger

Nähere Informationen finden Sie hier.

Frau Penn und Bürgermeister Schleid mit der Fairtrade-Urkunde

Trostberg ist weiterhin „Fairtrade-Stadt“

Trostbergs Bürgermeister Karl Schleid freut sich, dass Trostberg weiterhin den Titel „Fairtrade Stadt“ trägt: „Die Bestätigung der Auszeichnung ist ein schönes Zeichen für die Verankerung des fairen Handels in Trostberg. Lokale Akteure aus Politik, Einzelhandel/Gewerbe, Gastronomie, Vereinen, Bildungseinrichtungen, Kirchen und sonstigen Organisationen arbeiten hier eng zusammen, um den fairen Handel auf lokaler Ebene zu fördern.“

Vor zwei Jahren (Juli 2019) erhielt die Stadt Trostberg von dem gemeinnützigen Verein TransFair e.V. erstmalig die Auszeichnung für ihr Engagement für Fairen Handel. Nach zwei Jahren stand nun der Nachweis an, dass Trostberg weiterhin im Bereich „Fair Trade“ aktiv ist. Hierfür konnte erfreulicherweise auf eine Vielzahl an Aktivitäten unterschiedlicher Akteure verwiesen werden, beispielsweise das Bedrucken fairer Baumwolltaschen bei der AWO Schulkinderbetreuung in Kooperation mit dem Trostberger Weltladen oder den „Fairen Stand“, der ein fester Bestandteil des Regionalmarkts im Postsaal ist. „Wir verstehen die bestätigte Auszeichnung als Motivation und Aufforderung für unser weiteres Engagement “, sagt die zweite Bürgermeisterin und Vorsitzende der Steuerungsgruppe, Marianne Penn. „Wenn es die Corona-Lage wieder zulässt, wäre ein Fußballspiel zwischen dem Fußballteam der Trostberger Brückenschule und einer weiteren heimischen Mannschaft geplant – natürlich mit einem Fußball aus fairem Handel.“

Trostberg ist eine von über 700 Fairtrade-Städten in Deutschland. Weltweit gibt es über 2.000 Fairtrade-Städte in insgesamt 36 Ländern. Weitere Informationen zur Fairtrade-Towns Kampagne finden Sie auf der Homepage www.fairtrade-towns.de

Unternehmen, Einzelhandel, Gastronomie, Vereine und Organisationen, die bei der Fairtrade-Stadt Trostberg mitmachen möchten, können sich jederzeit gerne eine E-Mail an info@trostberg.de schicken.

Sweet Revolution – Für mehr Fairness im Kakao-Anbau

Wir alle lieben Schokolade. Doch extreme Armut, Ausbeutung und Kinderarbeit hinterlassen immer noch viel zu oft einen bitteren Beigeschmack.
Als Fairtrade-Stadt setzt sich die Stadt Trostberg dafür ein, dass sich das ändert und unterstützt daher das Projekt „Sweet Revolution“ von Transfair e.V. (der Verein vergibt die Zertifizierung als „Fairtrade“-Stadt). Durch den fairen Handel mit Kakao sollen faire Einkommen sowie gerechte Arbeits- und Produktionsbedingungen für die Kakaobäuerinnen und -bauern im globalen Süden sichergestellt werden. Besonders wichtig sei ihm, so Bürgermeister Schleid, dass dadurch auch der Kinderarbeit, die im Kakaoanbau leider noch verbreitet sei, der Kampf angesagt werde.
14 Millionen Menschen verdienen ihren Lebensunterhalt mit der Kakaoproduktion. Geschätzt 90 % des weltweit produzierten Kakaos stammen dabei von Familienbetrieben. Diese bewirtschaften oft nur kleine Felder von weniger als fünf Hektar (ca. 7 Fußballfelder) und erhalten für ihre Produkte oft viel zu niedrige Preise, die unter dem eigentlichen Marktwert liegen. Durch das Fairtrade-Siegel sowie die Nutzung von Unterstützungs- und Beratungsangeboten von Fairtrade haben Kleinbauernfamilien die Möglichkeit, ihre Arbeits- und Lebensqualität zu verbessern und in eine nachhaltige Zukunft zu investieren.

Der Steuerkreis „Fairtrade-Stadt Trostberg“ hat anlässlich der Aktion „Sweet Revolution“ einen Schaukasten (vor NKD) gestaltet (siehe Foto). „Gerade in der Vorweihnachtszeit ist faire Schokolade doch ein gutes Thema“, schmunzelt die Vorsitzende des Steuerkreises und Zweite Bürgermeisterin, Marianne Penn. Im Trostberger Weltladen, in der Hauptstraße 60, ist u.a. die sogenannte „Trostberger Verführung“, eine faire Schokolade im „Trostberger Design“, erhältlich. Weitere lokale Unternehmen, die die Fairtrade-Stadt unterstützen und fair gehandelte Produkte im Sortiment führen, sind Augenoptik Weindl, Biofair, Faires Zeug, EDEKA Scherer’s tägliche Frische, EDEKA Zehetmaier, Mode Heppel, Schulta Finanz, Tierarzt Reuß, Café Schöne Helene, Morle’s Weineria und das Stadtkino Trostberg.

Unternehmen, Einzelhandel, Gastronomie, Vereine und Organisationen, die bei der Fairtrade-Stadt Trostberg mitmachen möchten, können sich jederzeit gerne eine E-Mail an info@trostberg.de schicken.

Fußballteam der Brückenschule erhält Fußball aus Fairem Handel

Spendenübergabe erfolgt

Trostbergs erste Fußballmannschaft der Brückenschule wurde vor Kurzem nicht nur mit neuen Trikots ausgestattet, sondern auch mit einem Fußball aus Fairem Handel. „Das ist der Lohn für das Engagement und die Eigeninitiative der Jungs“, so Marianne Penn, Zweite Bürgermeisterin, stolz. Beim „Integrations-Cup“ in Grauchau bei Zwickau konnte die Mannschaft der Brückenschule, der ehrenamtlich geführten Schule für Geflüchtete, gleich zwei Pokale, einmal in der Freizeitgruppe, zum anderen in der Amateurwertung mit nach Hause nehmen.
Damit sie auch unter ihrem selbstgewählten Namen „Team Brückenschule Trostberg“ geschlossen und einheitlich auftreten können, hat das Organisationsteam beschlossen die Trikots samt Ball anzuschaffen. So ausgestattet sind die afghanischen Männer für jede Herausforderung in der Fair Trade-Stadt Trostberg bereit. Jetzt suchen die engagierten Fußballspieler noch einen Sponsor für die Sporthosen.
„Am liebsten in Schwarz.“ so Kapitän Farahmand. Im kommenden Jahr haben sich die afghanischen Jungs vorgenommen gegen die AH Mannschaft aus Oberfeldkirchen oder eine andere Mannschaft aus den weiteren Sportvereinen in Trostberg, Heiligkreuz und Umgebung anzutreten. Natürlich wollen sie diesen Pokal dann gerne mit nach Hause nehmen und in weiteren Freundschaftspielen verteidigen. Sollte sich etwa die AH aus Oberfeldkirchen zu dem Match bereiterklären, darf man auf eine hochkarätig aus dem Stadtrat besetzte Mannschaft und ein flottes Spiel hoffen.

Wenn auf der Welt so viel geteilt würde wie auf Facebook, gäbe es keine Armut“

Trostberg als „Fairtrade-Stadt“ ausgezeichnet

Im März 2017 hatte der Trostberger Stadtrat auf Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen die Bewerbung von Trostberg als „Fairtrade-Stadt“ auf den Weg gebracht. Mit der Kampagne „FairTrade-Towns“ soll gezielt der faire Handel auf kommunaler Ebene und die Vernetzung von Personen aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft, die sich für den fairen Handel in ihrer Heimat stark machen, gefördert werden. Ziel ist es, auf diese Weise insbesondere in Entwicklungsländern nachhaltige Produktions- und Vertriebsstrukturen zu fördern und dadurch soziale, ökonomische und ökologische Standards zu wahren.

Nachdem die Stadt Trostberg alle Kriterien von Transfair e.V. erfüllt, wurde ihr am 03.07.2019 offiziell der Titel „Fairtrade-Stadt“ verliehen. Bürgermeister Schleid nahm die Urkunde, die von einem Fairtrade-Botschafter übergeben wurde, im Rahmen einer Auszeichnungsfeier im Postsaalgewölbe entgegen. Schleid bedankte sich für die Ehrung, die die Stadt Trostberg mit Stolz tragen und mit Leben füllen werde.

Einen besonderen Dank sprach der Bürgermeister der Steuerkreisvorsitzenden, Frau Marianne Penn, und dem gesamten „Steuerkreis Fairtrade-Stadt Trostberg“ für ihr Engagement aus. Schleid zeigte sich erfreut, dass sich im Trostberger Weltladen bereits seit über 30 Jahren Ehrenamtliche für den Fairen Handel engagieren und es in der Trostberger Altstadt seit diesem Jahr auch ein Geschäft gibt, das Regionalität und Fairen Handel verbindet. Nur was verfügbar sei, werde auch konsumiert, so Schleid.

Die Steuerkreisvorsitzende, Frau Marianne Penn, hob die große Bereitschaft in Trostberg, den Fairen Handel zu unterstützen, hervor. Im Bereich der Vereine sei noch Luft nach oben, so Penn. Sie hoffe auf weiterhin gute Unterstützung durch den Steuerkreis und weitere Mitstreiter für die Fairtrade-Stadt Trostberg.

Der Laudator von Transfair e.V. lobte das in Trostberg bestehende Engagement für den Fairen Handel. Mit der Erfüllung der Kriterien habe man sich die Auszeichnung „Fairtrade-Stadt“ redlich verdient. Er betonte die Verantwortung jedes Einzelnen bei der Kaufentscheidung moralisch richtig zu handeln. Der Kauf von fair gehandelten Waren sei kein Almosen, sondern die Konsumentinnen und Konsumenten erhalten hierbei tatsächlich ein Produkt, das strengen ökologischen und sozialen Standards genügt – und das bei meist besserer Qualität als die herkömmlichen Alternativen. „Wenn auf der Welt so viel geteilt würde wie auf Facebook, gäbe es keine Armut.“, stellte der Fairtrade-Botschafter fest.

Nach dem Ende des offiziellen Teils konnten die Gäste an zwei Ständen noch fair gehandelte Produkte in Augenschein nehmen und erwerben und sich bei einem kleinen Imbiss unterhalten. Einen gelungenen Rahmen für die Auszeichnungsfeier bot die hervorragende musikalische Umrahmung durch ein Duo der Musikschule Trostberg.

Stadt Trostberg bewirbt sich als Fairtrade-Town

Im März 2017 stimmte der Trostberger Stadtrat dafür, dass sich die Stadt Trostberg um den Titel „Fairtrade-Town“ des Vereins TransFair bewerben soll. Mit der Kampagne soll gezielt der faire Handel auf kommunaler Ebene und die Vernetzung von Personen aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft, die sich für den fairen Handel in ihrer Heimat stark machen, gefördert werden. Ziel ist es, auf diese Weise insbesondere in Entwicklungsländern nachhaltige Produktions- und Vertriebsstrukturen zu fördern und dadurch soziale, ökonomische und ökologische Standards zu wahren.
Die Stadt Trostberg unterstützt diese Ziele. Daneben, betont Bürgermeister Schleid, dürften jedoch auch die heimischen Betriebe nicht vergessen werden. Auch hier seien faire Preise ein wichtiger Faktor, um langfristig deren Bestehen zu sichern und nachhaltiges Wirtschaften zu ermöglichen.

Um die Umsetzung der Bewerbung und die Koordination der lokalen Aktivitäten zum Thema „Fairtrade-Town“ kümmert sich in Trostberg eine Steuergruppe unter dem Vorsitz von Frau Marianne Penn.